12.12.2018 – Mord(s)genau – Jetzt wird´s grenzlich

Lesung mit Frank Mause in der Christine-Brückner-Bücherei

12.12.2018, Beginn 19:30 Uhr, Eintritt frei

Fast genau auf der Grenze zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen – waldeckisches Upland und Sauerland – wird eine Leiche gefunden. Schnell ist klar, um wen es sich handelt: den singenden Wirt der Bergkneipe „Upländer Alm“.
Die Umstände sind rätselhaft und auf die Schnelle lässt sich nicht einmal feststellen, in welchem Bundesland der Tatort nun liegt. Daher wird zunächst die örtliche Vermessungsingenieurin hinzugezogen, um die zuständige Polizeibehörde zu ermitteln…
die Tätersuche bleibt spannend, bis zum Showdown am Tatort!

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02.11.2018 – Lichter als der Tag

2.11.2018,  19:30 Uhr: „Lichter als der Tag“

Lesung mit Mirko Bonné in der Christine-Brückner-Bücherei

Mirko Bonné liest aus seinem zuletzt erschienen Roman „Lichter als der Tag“.

Der Liebesroman handelt von vier Jugendlichen, die eine eingeschworene Gemeinschaft bilden, bis sich beide Jungen in dasselbe Mädchen verlieben. Jahre später treffen sie sich wieder, alte Wunden brechen auf und der Protagonist Raimund sucht auf eine recht ungewöhnliche Weise nach einem Weg aus seiner inneren Leere zurück zu sich selbst. Dabei spielen die Kunst und die Bedeutung des Lichts eine zentrales Rolle.

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15.08., 22.08., 29.08.2018 – Worte finden. Schreibwerkstatt mit Friederike Kenneweg

„Schreiben? Geschichten erzählen? Das kann ich nicht!“, so denken viele von sich selbst. Und dabei hat jeder etwas zu erzählen. Die kleinen Geschichten aus der Kinderzeit. Erinnerungen daran, wie das Leben früher war, im Gegensatz zu heute. Oder einfach nur: Eine Beobachtung. Eine Begegnung. Ein Geräusch. Ein Geruch. Ein Gefühl.

In einer offenen Schreibwerkstatt in der Christine-Brückner-Bücherei regt die Berliner Autorin Friederike Kenneweg, die im Moment in Bad Arolsen zu Gast ist, mit kreativen Aufgaben zum Schreiben an und hilft bei der Suche nach dem richtigen Ausdruck.

Termine: 15., 22. und 29. August 2018, 15:30-17:30

Am 5. September 2018 sollen die Ergebnisse in einer gemeinsamen Lesung in der Bücherei präsentiert werden.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung in der Bücherei unter 05691-6245670 (stadtbuecherei-bad-arolsen@gmx.de) oder beim Förderverein Christine-Brückner-Bücherei 05691-40658 (eva.groell@gmx.de)

04.08.2018 – Land in Sicht: Autorenresidenzen im ländlichen Raum

Zu Gast in Bad Arolsen: die Autorin Friederike Kenneweg stellt sich vor

Samstag, 4. August 2018, 19:30 Uhr

Christine-Brückner-Bücherei

Der Eintritt ist frei

 

Im Rahmen des Projektes „Land in Sicht: Autorenresidenzen im ländlichen Raum“ wird die Autorin Friederike Kenneweg in den kommenden zwei Monaten in Bad Arolsen leben und arbeiten. Das vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst geförderte Stipendium hat die Auseinandersetzung von Autorinnen und Autoren mit dem hessischen ländlichen Raum zum Ziel. Dazu sollen sich die Stipendiaten aktiv in das lokale kulturelle Leben integrieren, Lesungen oder Workshops anbieten und – neben einem kurzen Abschlussbericht – einen literarischen Text mit Bezug zum Aufenthaltsort verfassen.

Ausgeschrieben wurde das Stipendium bereits im zweiten Jahr von dem Hessischen Literaturrat e.V.

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Rezension – Die Kunst des Lobens

Erschienen im Hallo, am 25.07.2018. Autor: H. Schaaf

Shitstorm und Beleidigungen, Hass und Verunglimpfungen scheinen Konjunktur zu haben und nähren das Geschäftsmodell der digitalen Kommunikation. Kaum noch etwas scheint es wert zu sein, gelobt zu werden. Zieht der Shitstorm weiter, bleiben Angeschlagenes und Zerstörtes und nagen am Kitt des gesellschaftlichen Miteinanders. Ergibt sich dann doch eine Chance, eine Person oder ein Werk zu ehren, fällt auf, wie schwer diese Kunst für den Lobenden sein kann.

Dabei ist die Lobrede wohl eine der wenigen Gelegenheiten, wo man heute bis zum Ende zuhört! Bei Hochzeiten, Geburtstagen, Trauerfeiern, bei Verabschiedungen, Jubiläen, Einweihungen, Gedenk-, Weihnachts- oder Abiturfeiern kann der Zuhörer nicht weg oder „offensichtlich“ auf dem Handy spielen. Also haben die Sprache und das Lob ihre Chance. „Doch nur jene Lobreden taugen etwas, die unter den Anwesenden ein Glücksgefühl des Begreifens und des Einfühlens verbreiten. Ohne diesen ansteckenden Enthusiasmus wird jede Feierstunde zum Ritual, das nichts als absehbare und langweilige Konvention verströmt.“

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Rezension – Nathan der Weise

Erschienen im Hallo, am 21.05.2018. Autor: H. Schaaf

Achtung: Hier wird ein Theaterstück, ein Lehrstück, vorgestellt, das zum Kulturgut dieses Landes gehört und leider es an Aktualität nichts verloren hat.

Schon der Titel: Nathan – der Weise – hört sich so alt und überkommen an, wie ein Drama aus Schulzeiten. Jetzt ist der Klassiker der Weltliteratur – mit Comics als Appetitanreger wieder neu aufgelegt worden. Es geht um 5 Fragen, die – egal in welcher Form, immer wieder gestellt werden. Eine davon ist, „Wie hältst du es mit der Religion“. Schon Gretchen wollte Heinrich in Faust verpflichten, „Stellung zu nehmen“, wie es heute heißt. Die Antwort ließ sie grausen.

Der Sultan von Jerusalem wollte gar vom Juden Nathan wissen, welche Religion er für die »wahre« halte. Darauf antworte er, den die Christenobrigkeit am liebsten „brennen“ sehen wollte, mit der „Ringparabel“.

Allein diese lohnt, die Geschichte – noch mal – oder überhaupt zu lesen, vielleicht auch nur zu „googlen“. In dieser Geschichte geht es um eine Familie, in deren Tradition ein besonderer Ring von Generation zu Generation an den liebsten Sohn weitervererbt wird. Ein Vater jedoch, der drei Söhne hat und alle gleichermaßen liebt, kann sich nicht entscheiden, an welchen der Söhne er den Ring vererbt. Weiterlesen

Ausschreibung „Land in Sicht“

Autorenresidenzen im ländlichen Raum

Land in Sicht: Autorenresidenzen im ländlichen Raum

Zum Jahresende 2017 setzte der Hessische Literaturrat e.V. mit der Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst erstmals das Pilotprojekt „Autorenresidenzen im ländlichen Raum“ um. Zwei erfolgreiche Autor/-innen verbrachten einen Monat in ländlichen Gebiete Hessens: Bestsellerlyrikerin Safiye Can in der Kleinstadt Laubach im Landkreis Gießen und Open Mike-Lyrikpreisträger Robert Stripling in der Kleinstadt Münzenberg im Wetteraukreis.

2018 soll das Projekt nun in größerem Umfang fortgeführt werden: Drei Stipendiat/-innen erhalten die Möglichkeit, für zwei Monate im ländlichen Raum in Hessen zu leben und zu arbeiten. Ziel ist dabei eine intensive Zusammenarbeit und Auseinandersetzung mit den kulturellen und städtischen lokalen Akteuren und der Bevölkerung.

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Protokoll Jahreshauptversammlung 2018

Förderverein Christine-Brückner-Bücherei e.V.
Protokoll der 12. Mitgliederversammlung (Jahreshauptversammlung)
vom 14.03.2018
im Café der Christine-Brückner-Bücherei

  • Die Versammlung beginnt um 19:30 Uhr.
  • Die 1.Vorsitzende des Fördervereins Eva Gröll-Wachenfeld begrüßt die anwesenden Vereinsmitglieder, stellt die fristgemäße Versendung der Einladungen fest und bestätigt die Beschlussfähigkeit für die vorzunehmende Vorstandswahl.
  • Zur Tagesordnung liegen keine Änderungsanträge vor.

Top 1 Genehmigung des Protokolls der Sitzung vom 28.03.2017

Das Protokoll der letzten Sitzung wird ohne Gegenstimmen genehmigt.

Top 2 Jahresbericht

Eva Gröll-Wachenfeld verliest den Jahresbericht 2017. Sie weist u.a. darauf hin, dass der Förderverein aktuell 62 Mitglieder hat.

  • Im Büchereiteam gibt es erfreulicherweise vier neue Mitarbeiterinnen. Dagegen ist Corinna Aha  aus beruflichen Gründen weggezogen und musste als Mitglied der ersten Stunde leider ausscheiden. Andere Mitarbeiterinnen müssen ihre Tätigkeit aus verschiedenen Gründen zeitlich einschränken.
  • Für die Hörbücher konnten 12 neue Regalböden angeschafft werden. Der WebOPAC erfreut sich bei den Lesern einer steigenden Beliebtheit. Recherche, Verlängern der Leihfrist oder Vormerkungen können jederzeit online vorgenommen werden.
  • Für 2019 wird die Mitgliedschaft im „Onleihe Verbund Hessen“ angestrebt. Mit diesem Programm können u.a. eBooks, eMusik und eVideos ausgeliehen werden. Geklärt werden müssen hierzu vor allem die Nutzungsmodalitäten und -gebühren.

TOP 3 Kassenbericht für das Kalenderjahr 2017

  • Anja Unnewehr gibt als Schatzmeisterin einen kurzen Überblick über die Ein- und Ausgaben im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Spendenbereitschaft für die Bücherei ist nach wie vor erfreulich. So können auch zwei größere Spenden von Geburtstagsfeiern verbucht werden.
  • Die von den Kassenprüferinnen Christiane Stöldt und Barbara Vesper erfolgte Prüfung führt zu keinen Beanstandungen.
  • Christiane Stöldt stellt daraufhin den Antrag auf Entlastung des Vorstandes, der ohne Gegenstimmen von den Mitgliedern angenommen wird.

TOP 4 Wahl des neuen Vorstandes

– Für die Wahlleitung wird Ulrike Höhle bestimmt. Anna Stöldt übernimmt für den Wahlgang die Schriftführung.
– Das Wahlergebnis für den geschäftsführenden Vorstand führt zu einer Bestätigung des bisherigen Vorstandes:

  1. Vorsitzende/r : Eva Gröll-Wachenfeld (7 Ja- Stimmen, keine Nein-Stimme, 1 Enthaltung)
  2. Vorsitzende/r: Rita Knobbe (dito)
  3. Schatzmeister/in: Anja Unnewehr (dito)
  4. Schriftführer/in: Anne Rüter (dito)

– Wahl der Beisitzer: 

Als Beisitzer werden gewählt:

  • Gudrun Engelhard (7 Ja- Stimmen, keine Nein-Stimme, 1 Enthaltung)
  • Christiane Stöldt (dito)

TOP 5 Wahl der neuen Kassenprüfer/innen:

  • Die bisherigen Kassenprüferinnen Christiane Stöldt und Barbara Vesper beenden ihre Tätigkeit.
  • Zu neuen Kassenprüferinnen werden Gudrun Engelhard und Ulrike Höhle ernannt.

Alle Gewählten nehmen ihre Wahl an.

TOP 6 Jubiläen 2019

Im Jahr 2019 stehen drei besondere Jubiläen an: 1. Die 300-Jahr-Feier der Stadtgründung von Bad Arolsen. 2. Der Förderverein feiert seinen 10. Geburtstag. 3. Die Bücherei wird 5 Jahre alt. Für diese Jubiläen gibt es bereits einige Überlegungen. An den städtischen Veranstaltungen wird sich die Bücherei beteiligen. Eine gemeinsame Veranstaltung mit Friedrich Block von der Brückner-Kühner-Stiftung ist angedacht.

Am Freitag, dem 22.02.2019, dem fünften Jahrestag der Eröffnung der Bücherei, wird es einen Autorenabend geben. Die bekannte Schriftstellerin Tanja Kinkel wird aus ihrem zuletzt veröffentlichten Werk „Grimms Morde“ lesen.

TOP 7 Verschiedenes

Geplant ist ein neuer Bücherei-Flyer (evtl. mit Plakat). Mit ihm soll neben der Christine-Brückner- Bücherei für die Büchereien in Mengeringhausen und Landau geworben werden.
Anna Stöldt hat hierzu ihre Mitarbeit erklärt.

Die Sitzung wird um 20:50 Uhr beendet.

Schriftführerin
Anne Rüter

17.03.2018

Jahresbericht 2017

Im vergangenen Jahr 2017 liefen Verein und Bücherei in vergleichsweise ruhigem Fahrwasser, ein wenig „business as usual“ hat uns allen gutgetan, um die Veränderungen und Neuerungen des vorhergehenden Jahres zu verarbeiten und die Abläufe zu konsolidieren.
Unser Verein hat ein neues Mitglied gewonnen, leider auch durch einen Todesfall und einen Austritt zwei Mitglieder verloren und zählt nun 62 Mitglieder. Im laufenden Jahr wollen wir verstärkt für den Verein werben, zum Beispiel werden wir unseren Flyer aktualisieren und an verschiedenen Orten in Bad Arolsen auslegen.
Im kommenden Jahr 2019 wird unser Verein sein 10-jähriges Bestehen feiern, ein sehr schöner Anlass, uns in der Öffentlichkeit wieder stärker zu präsentieren.

Finanzen

Mit einem Kontostand von 13.848,54 Euro am 31.12.2017 konnten wir unser finanzielles Polster letztes Jahr sogar etwas ausbauen:
Einnahmen von 5963,01 Euro standen Ausgaben von 4.795,55 Euro gegenüber. Wie sich Einnahmen und Ausgaben zusammensetzen, kann dem Kassenbericht 2017 unserer Schatzmeisterin Anja Unnewehr entnommen werden.
Wie in den Jahren zuvor, hat die Bücherei auch im Jahr 2017 einen Medienzuschuss des Landes Hessen erhalten. Gleichzeitig läuft auch noch die Förderung der Bibliothekssoftware WinBIAP , allerdings nur noch bis Herbst 2019.
Falls beide Fördermaßnahmen einmal aussetzen, werden wir den Medienerwerb aus Vereinsmitteln stärker bezuschussen müssen, um das von unseren Lesern gewohnte und geschätzte Niveau zu halten. Daher brauchen wir einen gewissen Betrag an Rücklagen. Bei einem Gespräch mit dem Bürgermeister über die Zukunft der Bücherei hat uns dieser allerdings ein positives Signal gegeben, die Stadt werde die Bücherei „nicht hängenlassen“, sollte die Förderung einmal aussetzen.
„Mitnehmen“ aus diesem Gespräch konnten wir auch 12 neue Regalböden für unsere Hörbuch-Regale, die anstandslos von der Stadt finanziert wurden. Sehr erfreulich!

Entwicklung der Bücherei

Die Entwicklung der Bücherei läuft weiterhin sehr positiv, unsere Nutzer- und Ausleihzahlen haben sich weiter gesteigert. 2017 konnten wir 151 neue Leser gewinnen und haben damit Ende 2017 den 1254. Leserausweis ausgestellt. Bei einem Bestand von 10468 Medien und 16.212 Ausleihen konnten wir in jeder Mediengruppe (außer den Musik-Cds) einen Ausleihquotienten größer als 1 erreichen. Auch die Nutzerzahlen unseres WebOPAC steigern sich kontinuierlich, immer mehr Leser recherchieren von zu Hause aus in unserem Katalog, verlängern oder merken Medien vor.
Mittlerweile funktioniert auch der öffentliche Katalog in der Bücherei und wird von kundigen Lesern gerne genutzt.
Für das nächste Jahr peilen wir die Mitgliedschaft im „Onleihe Verbund Hessen“ an, die es uns ermöglicht, digitale Medien wie eBooks, ePaper, eMusik, eAudios und eVideos zu verleihen.
Diese Mitgliedschaft ist allerdings mit Kosten verbunden. Für den Einstieg kann eine Förderung beantragt werden, langfristig müssten wir aber zur Finanzierung noch einmal über jährliche Nutzungsgebühren nachdenken.
Wir wollen das laufende Jahr nutzen, um uns zu informieren und vorzubereiten.
Der 2017 leider verstorbene Bühnenbildner und Cineast Carl Farin hat unserer Bücherei seine umfangreiche DVD-Sammlung vermacht, die wir gesondert präsentieren wollen – vielleicht zeitgleich mit der Sonderausstellung, die es im BAC-Theater über Carl Farin geben wird.
Unser Bücherei-Team hat sich vergrößert: Vier neue Mitarbeiterinnen verstärken uns seit letztem Jahr. Darüber sind wir sehr froh, denn andere Teammitglieder mussten aus privaten oder beruflichen Gründen ihr Engagement etwas reduzieren. Besonders schmerzt uns der Weggang von Corinna Aha, die uns seit Beginn unserer Initiative unterstützt hat und nun wegen einer neuen Arbeitsstelle weggezogen ist.

An dieser Stelle einmal ein großes Lob und ganz herzliches Dankeschön an alle, die seit Jahren durch ihre beständige und zuverlässige Mitarbeit den Betrieb der Bücherei ermöglichen!
Dank auch an unsere „externen“ Mitarbeiter, besonders Dr. Helmut Schaaf, der regelmäßig im „Hallo“ Rezensionen für uns verfasst.

Veranstaltungen 2017

Am Freitag, dem 21. März 2017 hatten wir die Schauspielerin Sabine Wackernagel zu Gast, die aus ihrer Autobiographie „Links am Paradies vorbei“ las.
Der Bad Arolser Frank Mause stellte am 1.9.2017 seinen Science-Fiktion-Krimi „Der ganz reale Tod“ vor.
In der evangelischen Kirche zu Schmillinghausen fand am 31.10 2017 eine gemeinsame Veranstaltung des Förderverein und der Stiftung Brückner-Kühner statt: Zum Reformationstag und Abschluß des Lutherjahres hielt die Schauspielerin Erika Mohs die ungehaltene Rede der Katharina Luther aus Christine Brückners Buch: „Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen“, durchsetzt mit Zitaten aus den „Tischreden“ Martin Luthers, vorgetragen von Friedrich Block und begleitet von Rita Knobbe an der Orgel.
Am 17. November 2017 schließlich las die mittlerweile in Landau lebende Autorin Sabine Marthiensen aus ihrem Buch „Noch 29 cm“.
Des weiteren haben wir wieder zum Ostermarkt, Barocksonntag und Weinfest Flohmärkte veranstaltet und dabei insgesamt 870,30 eingenommen.

Ausblick auf 2019

Im Jahr 2019 stehen zwei wichtige Ereignisse an: Unser Förderverein feiert seinen 10. Geburtstag und die Bücherei ihr fünfjähriges Bestehen! Gleichzeitig findet vom 20.-22. September die 300-Jahr-Feier der Stadt Bad Arolsen statt.
Für den 22.Februar, den Tag, an dem sich die Eröffnung der Bücherei jährt, konnten wir bereits die Autorin Tanja Kinkel für eine Lesung aus ihrem letzten Buch „Grimms Morde“ gewinnen.
Im Anschluss an die Lesung wollen wir zu einer Feier in die Bücherei einladen.
Merken Sie sich diesen Termin bitte schon vor!
Für das Vereinsjubiläum müssen wir uns noch etwas Besonderes einfallen lassen. Es würde uns sehr freuen, einmal mit allen Mitgliedern schön zu feiern. Für Anregungen und Wünsche hierzu sind wir offen!
Zum Schluss bedanke ich mich bei Ihnen allen ganz herzlich für Ihre Unterstützung im vergangenen Jahr! Wer Fragen hat, Anregungen oder auch Kritik, kann diese ganz zwanglos auf unserem monatlich stattfindenden Bücherstammtisch anbringen. Wir freuen uns über jeden neuen Teilnehmer.

März 2018
Eva Gröll-Wachenfeld

Rezension – Ewald Frie: Die Geschichte der Welt

Erschienen im Hallo, am 28.02.2018. Autor: H. Schaaf

Es gibt zwar nur eine Welt, aber viele Möglichkeiten, sie zu betrachten. Oft bleibt das eigene Weltbild geprägt von den Haus-Nachrichten und dem internet, möglicherweise noch auf der Basis eines sehr auf Europa ausgerichteten Schulwissens.

Daran ist im Prinzip nichts auszusetzen. Nun ist der Kopf aber rund, damit er die Perspektive wechseln kann. Damit kann auch eine scheinbar feststehende „Geschichte“ anders verstanden werden. Dazu hat der Tübinger Geschichtsprofessor E. Frie – bunt bebildert – eine „Geschichte der Welt“ in 20 Kapiteln „neu erzählt“. Von den Urmenschen bis zu den Vereinten Nationen unserer Tage spannt sich die Darstellung. Dabei erfahren wir, möglicherweise erstaunt, dass Australien schon 10 000 Jahre früher von Unseresgleichen bewohnt war als Europa. Dennoch von Europa ausgehend, nimmt uns Frie mit Kapitän James Cook auf eine Weltumseglung. Nach diesem – die Welt umfassenden Einstieg – rollt E. Frie einen „von allen Menschen gewebten kunterbunten Teppich“ gleichzeitig ablaufender Ereignisse vor uns aus. Dazu beleuchtet er in 18 Kapiteln einen Ort oder einer Region. Das Kapitel „Afrika“ thematisiert die Urgeschichte, „Babylon“ markiert den Übergang der Menschen zur Sesshaftigkeit vor rund 10 000 Jahren, die altorientalischen Reiche „Ganges“ lassen  die Großreiche des antiken Indien entdecken. Das „Moche-Tal“ im Norden Perus steht für die altamerikanischen Kulturen, die den Imperien der Azteken und Inka vorausgingen. Die Ankunft der Europäer war für die Ureinwohner in Amerika tödlicher als die Pest, die Folgen des Sklavenhandeln anhaltender als die „Spanische Grippe“.Zu  „Amerika“ lässt Frie das industrielle 19. Jahrhundert aufleben, in „Berlin“ entfalteten sich die Weltkriege und den Kalten Krieg, in „Kairo“ die Geschichte des Nahen Ostens bis zum „arabischen Frühling“. Wer dabei von einem Ort zum nächsten gelangt, wandert zugleich durch die Chronologie – mit Mut zur Lücke. Dabei erwartet den Leser keine nach allen Seiten abgerundete Darstellung. Dafür liefert er jede Menge Denkanstöße, die der Realität in einer miteinander verwobenen Welt näher kommen die „Standarderzählungen“ von den Griechen und Römer über die Zeit der Ritter, Kolumbus und Luther, der Französischen Revolution, sowie dem Ersten und Zweiten  Weltkrieg.

Frie hingegen hebt  – um im Bild zu bleiben –  den Teppich der Geschichte hier und da an, um an der Unterseite die „Verbindungen, losen Enden, Löcher und Risse“ genauer zu betrachten. So wird das Buch zu einer Fundgrube globalhistorischen Wissens, eine Einladung zum Schmökern und Entdecken.